Monthly Archives: März 2012
Urteil im Fall Cain gerecht?
Ist das Urteil im Fall Cain gerecht?
Es gibt jetzt ein Urteil im Cain Prozess. Der Serbe Miloslav M. wurde am Landesgericht Feldkirch zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt und es wurde die Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher angeordnet.
Der Fall Cain.
Zur Errinnerung:
Der Serbe Miloslav M. hatte im Jänner 2011 den dreijährigen Cain getötet. Der Bub war das Kind seiner Lebensgefährtin. M. wollte laut eigener Aussage Cain nur erziehen. Dazu verprügelte er den Knaben zuerst mit der Hand. Als Cain keine entsprechende Reaktion auf diese Erziehungsmaßnahme zeigte, schlug M. mit einem Besenstiel aus Aluminium 20 mal auf den nackten Popo des armen Kleinen ein. Kurz darauf später verstarb Cain an inneren Verletzungen.
So weit die erschütternde Geschichte eines viel zu kurzen Lebens.
Das Urteil.
Die Geschworenen benötigten für die Beratung nur knapp 2 Stunden. Die Beweislast war zu erdrückend. Der Verteidiger meldete Nichtigkeitsbeschwerde an, das Urteil ist damit noch nicht rechtskräftig. Wobei ich das Wort Nichtigkeitsbeschwere in diesem Fall schon arg sarkastisch finde. Lebenslang bedeutet nebenbei angemerkt, dass M. mindestens 15 Jahre hinter Gitter muss.
Aus der Sicht eines Vaters gesehen.
Ich bin Vater eines kleinen Buben. Meine Methode der Erziehung ist eine gewaltfreie. Ich halte überhaupt nichts von der sogenannten “gesunden Watschen”. Gespräche mit den Kindern sind meiner Meinung nach zielführender und die Kleinen verstehen so ein Gespräch sehr gut.
Deswegen kotzt mich diese Tat extrem an. Wie kann man einen kleinen und wehrlosen Körper zu Tode prügeln? Cain hatte keine Chance. Keine Chance sich zu wehren, keine Chance zu reden, keine Chance zu leben.
Und was ist mit der Mutter von Cain? Von ihr hat man nichts mehr gehört. Sie ist meiner Meinung nach mindestens genauso schuldig wie M. an dieser Tragödie. Sie hat weggesehen und weggehört, als sie ihr Sohn am dringensten gebraucht hätte. Ich hoffe sehr, sie erhält noch ihre gerechte Strafe.
Damit wäre ich beim Thema.
Ist dieses Urteil gerecht? Aus juristischer Sicht ist dies die maximale Strafe für so eine Tat. Aber was ist mit der menschlichen Sicht, mit der emotionalen Sicht?
Was würdet ihr mit einem Menschen, obwohl bei M. nichts menschliches zu finden ist, anstellen, der EUER Kind so grausam erschlägt?
In europäischen Ländern ist die Todesstrafe abgesetzt worden. Über meine Meinung dazu will ich hier nicht diskutieren, da sollte jeder für sich klären. Aber sollte in so einem Fall das Wort “Lebenslang” nicht wörtlich genommen werden? Wenn es eine harte Strafe gibt, dann wohl für diesen unmenschlichen Täter. Er ist jetzt 27 Jahre alt. Bei guter Führung kann dieses Wesen mit 42 Jahren wieder die Freiheit erlangen. Und sich gleich wieder das nächste Prügelopfer suchen. Ich glaube nähmlich nicht, dass M. wieder ein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft werden kann. Er hat sich auch keine zweite Chance verdient. Da helfen auch keine Ausreden über Drogenkonsum mehr. Und sollte tatsächlich eine Geisteskrankheit vorliegen, dann gehört diese Person für immer weggesperrt.
Dies ist ein sehr emotionaler Post von mir. Aber wenn es um Kinder geht, verliere ich leicht die Fassung. Sehe ich meinen Sohn an, denke ich an Cain. Und an all das, was der arme Knirps erleiden musste. Es gehört eine Gesetzesänderung her, welche bei Kindesmord eine neue Art von Lebenslänglich ermöglicht. Lebenslang sollte dann wirklich ein Leben lang sein.
Links der Woche #1
Links der Woche #1
Das Wetter sieht ja zur Zeit nicht gerade sehr einladend aus. Da bietet es sich doch an, die Serie “Links der Woche” zu starten.
Hier werden jeden Freitag interessante und Unterhaltsame Links gepostet. Ich hoffe, es ist für jeden etwas dabei..
Facebook uh oh oh
Ralph Siegl is back. Wer kennt den Songcontest Veteranen nicht? Er war verantwortlich für so Welthits wie: Ein bißchen Frieden, Fiesta Mexicana und so einige mehr. Diesmal schickt er die Sängerin Valentina Monetta ins Rennen um den begehrten Titel.
Ich weiß, als Blogger hat man ein gewisses ethisches Gewissen, oder man sollte es haben, aber ich möchte euch diesen Link zum Video The Social Network Song nicht vorenthalten.
Zeitreise für den Firefox.
Wer kann sich nicht an die Anfänge des Internet errinnern? Es war noch keine Rede vom Web 2.0 und Internetseiten waren noch Internetseiten.
Mit dem Add-on Zeitreise für den Firefox Explorer kann man sich in der Zeit zurück versetzen lassen.
Urlaubszeit
Hier sieht man exclusive Lokalitäten auf den Malediven. Die dürften zwar nicht ganz billig sein, aber dafür bieten sie einen unvergessenen Urlaub.
Star Wars Poster.
Was soll ich dazu noch sagen. Die Star Wars Poster sind echt der Hingucker. Sie wurden nicht einfach gezeichnet, sondern aus kleinen Bildern zusammen gesetzt. Total gelungen finde ich.
Außergewöhnliche Häuser
Hier findet man in jeder Hinsicht außergewöhnliche Häuser. Sowohl vom Stil als auch vom Preis. Träumen wird man ja wohl noch dürfen.
Es war einmal die Post….
Es war einmal die Post…
Heute ist es einmal Zeit für einen Nachruf. Und zwar auf die gute, alte Post. Naja, es gibt sie zwar noch, aber übrig geblieben ist nur mehr der Begriff alt.
Es scheint in den letzten Jahren in Österreich modern geworden zu sein ein funktionierendes System zu zerstören. Als Paradebeispiel dafür fällt mir einmal die Post ein. Blicken wir dafür ein paar Jahre zurück.
Viele Freunde von mir entschieden sich nach der Pflichtschule für den Beruf des Briefträgers. Sie verdienten zwar nicht wirklich viel, aber dieses Manko wurde durch die tolle Arbeitszeit kompensiert. Dienstbeginn war um 4 Uhr früh und wenn ein Zusteller flott war, ist er zu Mittag auf der Donauinsel gelegen. Sie hatten einen gut gefüllten Wagen mit Briefen bei sich und gingen mehr oder weniger fröhlich ihrer Arbeit nach.
Ich ging auch immer gerne in ein Postamt. Man war stets freundlich und nahm sich Zeit für den Kunden.
Was ist aus der Post heute geworden?
Die Zusteller von heute, haben ja schon Schwierigkeiten ihre Doppelwägen in die Öffis zu bekommen. Entspannt sehen sie auch nicht mehr aus. Ist ja auch verständlich. Ihr Gehalt hat sich nicht wirklich verbessert, aber die Arbeitsbedienungen haben sich deutlich verschlechtert. Ihr Zustellgebiet hat sich um ein vielfaches vergrößert und der Zeitdruck steigt mit jedem Tag.
Die Stechuhr für Postler.
Jetzt hat der Post General Pölzl eine geradezu bahnbrechende Idee. Die Stechuhr für Postler. Damit will er den Zeitaufwand der Postler für ihr Zustellgebiet messen. Und wer von der Stechuhr als Faulenzer entlarvt wird, bekommt ein noch größeres Zustellgebiet. Na bitte, der Mann weiß, wie man Mitarbeiter motiviert. Die geborene Führungskraft.
Außerdem wird geplant, dass nicht jede Adresse täglich angefahren wird. Da muß der werte Postkunde schon eine sogenannte “Premium” Tarifvariante wählen um sicher sein zu können, dass sein Brief am nächsten Tag ankommt. Ich habe noch die letzte Tariferhöhung der Post im Gedächtniss. Da überlegt man ja die Wiedereinfuhr der Brieftauben, die kosten nur das Futter.
Post oder Bank?
Die Postfiliale in meiner Nähe wurde vor ca. 2 Jahren um ein geschätztes Vermögen umgebaut. Es wurde daraus ein Plätzchen zum Wohlfühlen. Genügend Platz für Kunden und Mitarbeiter. Umso erstaunlicher war es für mich, dass im Dezember vergangenen Jahres eben diese Filiale geschlossen wurde. Natürlich ohne Vorankündigung. Ein A4 Zettel am Eingang verwies einen zur nächsten BAWAG Filiale. Sorry, es heißt ja jetzt PSK-BAWAG. Seitdem vermeide ich den Gang zur Post. Wenn sich die Post zu einem Verkupplungsunternehmen entwickeln will, sind sie auf dem besten Weg. Denn in so einer Filiale spürt man die Mitmenschen noch, so geräumig sind sie.
Geschultes Personal
Vielleicht noch ein Wort zu den Paketzustellern. Seit Anfang dieses Jahres beliefert mich ein neuer Mitarbeiter von der Post. Er verkörpert für mich den Inbegriff des Postbeamten der alten Schule. Ich übernahm ein Paket für meine Frau. Und obwohl ich ihm den Reispass meiner Frau zeigte, wollte er mir anfangs das Paket nicht aushändigen. Nach einer Belehrung über Betrugsversuches und dem obligatorischen Satz “Vorschrift ist Vorschrift” überließ er mir dann doch gnädigst das Paket. Seither verschwinden bei mir regelmäßig die gelben Benachrichtigungsscheine. Aber dank Paketverfolgung im Internet kann ich ja sehen, dass ich nicht anzutreffen war, obwohl ich mich keinen Meter aus meiner Wohnung bewegte.
Liebe Verantwortlichen meiner vormals geschätzten Post, als leidgeplagter Kunde bitte ich sie, nein, ich flehe sie an, besinnen sie sich dem Urgedanken der Post: Seien sie für die Kunden da und nicht für ihre Provisionen. Schon Kevin Costner hat in “The Postman” gezeigt, dass es ein ehrenwerter und wichtiger Beruf ist.
Wer ist Anonymous?
Wer oder was ist Anonymous?
Wer regelmäßig die Nachrichten verfolgt oder im Internet surft, stößt immer öfter auf den Namen Anonymous. Aber die wenigsten, wissen was hinter dem Namen steckt. Ich versuche es mal verständlich zu erklären.
Was will Anonymous?
Diese Frage ist schwer zu beantworten.
Anonymous ist keine Einzelperson. Ja, noch nicht mal eine geschlossene Gruppe. Man kann auch nicht so einfach beitreten. Nein, man macht einfach mit. Es gibt keinen Anführer, keine klare Hierarchie. Das macht es auch so verdammt schwer zu erkennen, ob eine Aktion tatsächlich von Anonymous kommt oder nicht.
Begonnen hat es mit dem Protest gegen die Scienetology Sekte. Inzwischen richten sich die Aktionen gegen jede Art von Zensur, Menschenrechtsverletzungen, Unternehmer oder auch Politiker.
Da es wie gesagt, keinen “Chef” gibt, steht nicht jeder Anonymous Aktivist für jede Aktion ein. Vermutet wird, dass es sogenannte Zellen gibt. Die Zellen kommunizieren teilweise miteinander, ziehen jedoch selbstständig ihre Aktionen durch.
Wie ist Anonymous entstanden?
Vor ungefähr zehn Jahren waren Internetseiten sehr beliebt, wo jeder Fotos und Texte veröffentlichen konnte. Und das völlig anonym. Diese Plattforme waren der Grundstein für Gedankenaustausch sowie neue Ideen und die Geburt von Anonymous.
In der Öffentlichkeit tauchen sie vertärkt seit 2008 auf. Zu ihren spektakulärsten Aktionen zählt wie gesagt Scienetologie. Die Sekte klagte ein privates Video von Oberguru Tom Cruise aus Youtube heraus. Anonymous startet mit Internetangriffen und organisiert Demos gegen die Sekte. 2010 war der Enthüllungsskandal der Plattform Wikileaks. Anonymous griff die Geldinstitute an, welche die Konten von Wikileaks sperren wollten.
2011 starten sie Angriffe auf das Playstation Netzwerk, nachdem Sony zwei Hacker der Konsole verklagt hatte. Im selben Jahre nehmen sie mexikanische Drogenbosse ins Visier. Diese hatten einen Aktivisten als Geisel genommen. Nachdem Anonymous mit der Veröffentlichung von Adressen der Drogenbosse drohte, wurde der Aktivist frei gelassen.
Helden oder Terroristen?
Diese Frage ist nicht so leicht zu beantworten.
Ihre Aktionen dienen nicht der eigenen Bereicherung und sind auch keine Betrugsabsichten. Sie zeigen Misstände auf und üben Druck aus. Viele sehen in ihnen den Robin Hood des Internets. Meinungsfreiheit wird ganz groß geschrieben. Das bringt der Gruppe große Sympathien der Bevölkerung ein.
Naturgemäß sehen das einige Staaten nicht so. In ihren Augen ist Anonymous schlichtweg kriminell. In Spanien, Großbritannien und den USA sind schon einige Akivisten verhaftet worden. Dem FBI ist ein großer Fisch ins Netz gegangen. Der Starhacker “Sabu” wechselte die Seiten und gab die Daten einiger Anonymous Aktivisten frei, welche daraufhin verhaftet wurden.
Mit welchen Mitteln greift Anonymous an?
Sie bringen eine oder mehrere Seiten im Internet gezielt zur Überlastung. Ihre neue Waffe “RefRef” kann eine Seite komplett zerstören, ohne dass dafür eine Armada an Computern benötigt wird. Und der Clou daran ist, dass sich der Angreifer kaum zurück verfolgen lässt.
Ihr beliebtestes Kommunikationsmittel untereinander ist natürlich das Internet. Und dort in einem geschützten Raum, dem IRC. Auch im realen Leben treffen sich die Aktivisten. Um der Sicherheit Willen, reden sie sich auch hier meist nur mit den Tarnnamen an.
Was bedeutet die Maske?
Die Maske zeigt das Gesicht des berüchtigten Guy Fawkes an. Dieser wollte vor 400 Jahren das britische Parlament sprengen. Anonymous wählte die Maske jedoch aus, da sich in dem Film “V wie Vendetta” Freiheitskämpfer mit dieser Maske tarnten.
Hier noch eines der bekanntesten Videos von Anonymous. Es geht um ACTA. Wer mit dem Begriff nichts anfangen kann, sollte sich dieses kurze Video unbedingt ansehen.
Zeitgeist-Addendum
Zeitgeist-Addendum
Zeitgeist Addendum ist 2008 entstanden und ist ein Dokumentarfilm.
Er zeigt am Beispiel der USA die Witschaftssituation der Welt und beleuchtet die CIA, Regierungsformen und Religionen.
Auf Youtube ist Zeitgeist-Addendum DER Hit schlechthin. Er ist der Nachfolger des Erfolges “Zeitgeist”, welcher aber von der Kritik arg verrissen wurde.
Ich möchte gar nicht allzuviel schreiben, am besten ist hinsetzen und den Film geniessen. Aber Achtung: Addendum ist keine leichte Kost. Mir hat es geholfen, ab und zu eine Pause zu machen. Es ist eine parmanente Informationsflut, welche auch erst einmal verstanden werden will.
Dieser Film ist eigentlich schon Pflicht.
Viel Vergnügen.
Hurra, das Parkpickerl ist da.
Endlich kommt bald das Parkpickerl.
So lange musste ich schon darauf warten. Das langersehnte Parkpickerl kommt mit 1. Oktober in den meisten Wiener Bezirken.
Vorbei ist die Zeit, wo sich jeder Autofahrer kostenlos hinstellen konnte, wo er gerade wollte.
Ja, was glauben denn die Arbeitnehmer, welche auf ihr Auto angewiesen sind? Dass die Strassen nur ihnen gehören? Sollen doch alle auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen. Wenn die Jahreskarte doch mit Mai sowieso schon fast geschenkt ist. Bei den regelmäßigen Betriebsstörungen unserer Wiener Linien haben dann wenigstens alle eine Ausrede für`s zu spät kommen. Mal ganz ehrlich. Welcher Dienstgeber glaubt denn noch eine Ausrede wie: Ich bin im Stau gestanden oder Die 30-er Zonen lassen einen fließenden Verkehrsfluss gar nicht zu? Dank dem Parkpickerl gibt es nun Ausreden für alle.
Ich habe die Situation einmal für mich durchgerechnet. Da ich stolzer Besitzer einer Parkgarage bin, bekomme ich das begehrte Parkpickerl gar nicht. Gemeinheit. Ich habe die seltsame Angewohnheit mit dem Auto zur Arbeit zu fahren. Aber auch nur deshalb, weil ich mir dadurch eine Stunde am Tag erspare. Gemütlicher sind natürlich die überfüllten, stinkenden und chronisch unpünktlichen Öffis. So weit, so schlecht. Da ich 13 Stunden am Tag in der Arbeit verbringe, kostet mich das 13 mal 2 Euro/Stunde. Das sind läppische 26 Euro am Tag fürs Parken. Bei einer 4 Tage Woche macht das in der Woche 104 Euro und im Monat ca. 420 Euro. Na bitte, da sage mir doch noch einer, dass der Sprit das Teuerste beim Autofahren ist.
Parkpickerl für die Parkplatzsituation.
Unsere werten Stadtpolitiker verkaufen uns nicht für dumm. Nein, sie habe wirklich tolle Argumente. Mit dem Parkpickerl entspanne sich die Parkplatzsituation. Ja, ist halt nur die Frage für wen? Ab 1. Oktober werden ja fast keine Autos mehr auf den Strassen sein. Außer den Stereotypen, welche nur im eigenen Bezirk einkaufen fahren.
Interessant wird die Situation für die paar Pendler, welche den ÖBB aus unerklärlichen Gründen den Rücken zugewandt haben. Ich habe mit einer Kindergartenbetreuerin von meinem Sohn gesprochen. Mit den ÖBB braucht sie 2!! Stunden länger am Tag. Tja, selber schuld. Wer ein Haus im Grünen baut und sich die Lebensqualität erhöht, gehört sowieso bestraft.
Rot-Grün sind die Besten.
Oder auf Englisch: Red-Green are the Pest.
Unser geschätzter Herr Bürgermeister und sein Hofnarr Vasilakouliou (oder so ähnlich) schauen auf ihre Bürger. Ihnen wäre der Wegfall sämtlich PKW in Wien natürlich das Liebste. Aus den Strassen machen wir dann die Green Mile und pflanzen hopsend überall ein kleines Bäumchen. Der Herr Bürgermeister mit dem zu engen Hemdkragen geht natürlich mit gutem Beispiel voran. Sein Dienstauto wird grün lackiert und aus dem Auspuff sprüht es kleine Blümlein.
Und da das Gedächtniss des Wieners ein vergessliches ist, dürfen die beiden Freigeister wohl noch länger ihr Unwesen treiben. Der blaue Moloch wartet aber auf seine Chance. Und wenn sich das Parkpickerl wirklich so präsentiert, wie es jetzt angekündigt wird, dann wird bald er auf dem Thron unserer Stadt sitzen. Ist halt nur die Frage, ob sich das unsere schöne Stadt verdient hat?
Arbeiten macht Spaß
Arbeiten macht Spaß!
Oder etwa nicht?
Sie werden wahrscheinlich, so wie ich, zu der Gruppe der Nichtselbstständigen gehören. Damit gehören wir einer starken Mehrheit der Bevölkerung an. Wobei das Wort “Stark” hier vielleicht nicht wirklich angebracht ist. Denn sind wir uns einmal ehrlich: Welcher Dienstnehmer ist in der Arbeitswelt schon stark?
Ich arbeite jetzt schon über 25 Jahren in den verschiedensten Berufen und Branchen. Das liegt einfach daran, dass ich mich nach einer gewissen Zeit zu langweilen beginne. Das merke ich daran, dass die Arbeit immer schwerer von der Hand geht und das Aufstehen in der Früh immer mühsamer wird. Bin ich die ersten Jahre voller Begeisterung bei der Arbeit, lässt diese bald sehr stark nach.
In jungen Jahren ist es ja nicht allzu schwer, sich beruflich neu zu orientieren. Aber die Zeit stoppt nun mal nicht. Und ältere Dienstnehmer haben es auf dem Arbeitsmarkt immer schwerer. Aber warum lässt die Begeisterung so schnell nach?
Die Rahmenbedinungen machen es aus.
Die Bedienungen unter welchen man seinen Job erledigt, machen das Arbeiten immer schwerer. Speziell in größeren Betrieben ist man ganz schnell zur Nummer degradiert. Die persönlichen Bedürfnisse und das Fördern persönlicher Stärken bleibt leider auf der Strecke. Wir arbeiten so lange es gut geht. Und sollte es nicht mehr ausreichen dann warten schon hunderte jüngere Bewerber auf unseren Job.
Unbezahlte Überstunden, nicht eingehaltene Ruhezeiten oder so gut wie keine Freizeit sind die Folge. Und was sagt der Dienstgeber? Sie müssen ja nicht hier arbeiten. Na toll. Sicher gibt es Ausnahmen, aber in meiner unmittelbaren Umgebung ist das die Regel. Freunde, welche früher gerne arbeiten gingen, haben innerlich schon gekündigt.
Warten auf den Ruhestand.
Das ist mein Paradebeispiel für ein sinnloses Arbeitsleben. Wenn man die Jahre bis zum wohlverdienten Ruhestand beginnt zu zählen.
Aber haben wir uns schon mal die Mühe gemacht uns auszurechnen, was dann auf uns zukommt? Abgesehen davon, dass in der heutigen schnelllebigen Zeit der Ruhestand gar nicht mehr gewährleistet ist. Jetzt mal Hand auf`s Herz: Wer von uns hat Geld im Überfluss. Ich glaube keiner. Und dann müssen wir im besten Fall mit 80 Prozent davon auskommen. Naja, ein erfülltes letztes Lebensdrittel stelle ich mir anders vor.
Was ist die Alternative?
Das ist schwer zu sagen und sicherlich hat jeder sein eigenes Rezept dafür. Eine Möglichkeit ist der Weg in die Selbstständigkeit. Sicher, das ist kein leichtes Unterfangen. Aber wer klare Ziele und einen gesunden Menschenverstand hat, kann sich so ein erfülltes arbeiten ermöglichen.
Ein Job Jumping, also öfters den Dienstgeber wechseln, ist auch eine Möglichkeit. Aber wie gesagt, man wird nicht jünger. Und wer hier keine oder nur eine unzureichende Ausbildung hat, wird am Arbeitsmarkt gerne übersehen.
Was bleibt als Fazit zum sagen?
Jeder ist seines Glückes Schmid. Es gibt immer Alternativen zu dem jetzigen Job. Nur glauben das die Dienstgeber nicht. Sie denken, wir sind alle abhängig von unserem Job. Deswegen steigt die Anzahl der unzufriedenen Dienstnehmer und auch die Zahl der Burnout betroffenen. Besser jetzt umdenken, bevor die Gesundheit einen Strich durch die Rechnung macht.
Türkisch für die Wiener
Türkisch für die Wiener
Endlich türkisch für alle.
Ein Traum wird wahr. Endlich fordert ein Spitzenpolitiker, dass unsere Kinder türkisch lernen sollen.
Wer schlägt denn eigentlich so eine bahnbrechende Idee vor? Der türkische Außenminister Davutoglu natürlich.
Bei einem Besuch in einem österreichischen Gymnasium kam ihm sicher ganz spontan diese Idee. Die Schule wurde wohlweislich im 10. Wiener Gemeindebezirk ausgewählt. Ein Paradebeispiel für mehr oder weniger geglückte Integration. Immerhin sind dort nur 137 der 766 Schüler türkischer Herkunft. Da fallen mir ganz spontan einige Schulen ein, wo das Verhältniss fast schon umgekehrt ist.
Auf die Frage, ob die Kinder denn auch Deutsch lernen sollten, meinte Davutoglu nur: Ja, denn das wäre der Unterschied zwischen Assimilation und Integration. Auch für österreichische Kinder ist es besser, wenn sie ein wenig türkisch sprechen können.Eine Frage der Herkunft.
Ich kleiner Naivling dachte bisher, dass die türkisch stämmigen Kinder, welche hier eine Schule besuchen, zum großteil in Österreich geboren wurden. Jetzt haben sie doch, wahrscheinlich, fast alle die österreichische Staatsbürgerschaft. Sie lernen, wahrscheinlich, zuhause die türkische Sprache, da, wahrscheinlich, ihre Eltern nur sehr schlecht deutsch sprechen können. Meine Frage ist, ob es unter diesen Umständen nicht vernünftiger wäre, die deutsche Sprache zu fördern und nicht die türkische.
Wenn ich mir in den öffentlichen Verkehrsmitteln den Ghetto Slang einiger Jugendlicher anhöre, egal ob türkisch oder österreichisch, wären mehr Deutsch Einheiten in der Schule sicher nicht verkehrt. Aber welcher Mensch in diesem Land benötigt Türkisch Unterricht. Bei allem Respekt vor den türkischen Mitbewohnern dieses Landes. Aber das ist keine Weltsprache. Was bringt es dem Franz oder dem Marcel, wenn sie türkisch können? Bringt sie das in ihrem beruflichen oder privaten Leben irgendwie ein Stück weiter? Ich traue mich hier mit einem klaren Nein zu antworten.
Wien ist anders.
Auf diesen Slogan ist man ja seit Jahren so stolz. Und es stimmt auch, Wien ist anders.
In einem Abendgymnasium in einer Wiener Schule wird türkisch als Wahlfach angeboten. Ich besuchte dieses Abendgymnasium vor einigen Jahren. Eine sehr nette Mitschülerin wollte aus privaten Gründen türkisch lernen. Also schrieb sie sich in den Kurs ein.
Nach einer Unterrichtseinheit war das Abenteuer für sie allerdings wieder vorbei. Sichtlich betroffen erzählte sie mir warum. Sie war die einzige Österreicherin im Kurs. Alle Mitschüler und der Lehrer waren Türken. Es wurde kein Wort deutsch gesprochen, sondern nur türkisch. Sie wurde bestenfalls ignoriert.
Aber Moment mal. Wird nicht gerade dieses Verhalten der österreichischen Bevölkerung gegenüber den Türken vorgeworfen? Haben jetzt die Österreicher ein Problem sich bei den Türken zu integrieren? Irgenwas läuft in dieser Stadt verdammt falsch.
Integration ist wichtig und auch vollkommen richtig. Aber dazu gehören immer zwei Seiten. Wenn die eine Seite nicht will und sich nur ihrer Wurzeln, aber nicht ihrer Umgebung besinnt, dann ist Integration zum Scheitern verurteilt.
Gottseidank gibt es sehr viele positive Beispiele, wo die Integration perfekt funktioniert hat. Aber ich bezweifle, dass türkisch Unterricht für alle der richtige Weg ist.
Eventuell wäre Spanisch oder eine ähnliche Sprache die richtige Wahl. Damit kann man sich in sehr vielen Ländern verständigen und der Akzent klingt auch noch verdammt cool.
Das muss ich jetzt nicht verstehen #1
Das muss ich jetzt aber nicht verstehen
In der Strassenbahn
Jeder kennt die Situation.
Die Strassenbahn fährt aus der Haltestelle weg und die soeben eingestiegenen Fahrgäste versuchen verzweifelt einen Sitzplatz zu finden. Es gibt ja Menschen, welche unter Klaustrophobie leiden. Diese sitzen ja immer bei einer Zweier Sitzbank auf dem äußeren Platz. Meist thront eine Tasche oder ein Plastiksackerl neben ihnen auf der fensterseitigen Sitzbank. Diese Menschen ignorieren auch dezent das allgemeine Chaos um sie herum. Sollte es ein anderer Fahrgast doch wagen, sich auf die innere Sitzbank setzen zu wollen, schauen sie meist ganz verdutzt drein. Man kann förmlich die Panik in den Augen sehen, wenn sie jetzt Platz machen müssen und ihr wichtiges Tascherl auf die Schoss nehmen müssen.
Aber sie sind nicht die einzigen seltsamen Zeitgenossen, welche mit den öffentlichen Verkehrsmittel unterwegs sind.
Da wäre noch die Gattung der eiligen Aussteiger.
Wenn die Straßenbahn wieder anfährt, stehen sie schon auf und zwängen sich zum Ausgang. Während Andere noch einen Sitzplatz suchen, drängeln sie und schubsen sie, dass es eine Freude ist. Aber dafür stehen sie als erste bei der Türe und stehen noch eine ganze Weile in der Gegend herum. Meist handelt es sich um ältere Mitbürger, welche ja sowieso permanent unter Zeitdruck zu stehen scheinen. Aber das ist ja auch in Ordnung so.
Denn wenn die Strassenbahn nun hält und sich endlich die Türen öffnen, brauchen sie eine gefühlte Ewigkeit bis sie es nach draußen geschafft haben. Wahrscheinlichen denken sie sich, wenn ich schon so langsam bin, dann sollen die anderen hinter mir auch so lange brauchen.
Aber was machen sie, wenn sie endlich die Freiheit errungen haben? Sie bleiben genau vor der Türe stehen und kramen in ihren Taschen herum. Wahrscheinlich suchen sie schon jetzt den Wohnungsschlüssel, welchen sie dann zwanzig Minuten in der Hand halten.
Das muss ich jetzt nicht verstehen.IPad 3 gratis
IPad 3 gratis und fast umsonst.
Wer kann da schon nein sagen?
Seit einigen Tagen ist das sehnlichst erwartete IPad 3 erhältlich.
Das Sabbern der Apple Jünger hat jetzt endlich ein Ende. Der jüngste Sproß des Apfelgiganten ist nun auch in Europa erhältlich. Es bleibt abzuwarten, ob es bei uns zu ähnlichen Szenen wie in den USA kommen wird. Dort wurden die Fachgeschäfte ja förmlich belagert und überrannt.
Aber das ist ja kein Wunder. Das neue Wunderding von Apple soll ja die Welt verändern können. So sagen zumindest einige Enthusiasten.
Für mich stellt sich die Frage: Was kann dieses Wundertablet eigentlich und wofür braucht man es denn so dringend?
Die technische Revolution!
Gleich mal vorweg. Das Ding heißt eigentlich nicht iPad 3 , sondern nur iPad. Aber wie heißt dann das allererste iPad? Etwa iPad 1? Aber was soll`s. Für so triviale Kleinigkeiten ist das iPad viel zu wichtig.
Das besondere soll ja der neue Retina Bildschirm sein. Der soll nicht mehr so kratzempfindlich sein wie beim iPad 2, sondern so widerstansfähig wie beim iPad 1. Aha. Wenn ich das richtig verstehe, war das iPad 2 schlechter als sein Vorgänger, aber das iPad 3 ist jetzt wieder so toll wie das erste Teil. Vielleicht verstehe ich das nicht, aber warum hat man beim zweiten Teil geschluddert und so einen Mist eingebaut?
Und endlich hat das Teil auch eine brauchbare Kamera eingebaut. Ist ja geil. Endlich habe ich eine Kamera so groß wie ein Buch. Ich beneidete schon immer die Pioniere der Fotografie mit ihren überdimensionierten Fotokästen. Nein, nein war nur ein Joke. Die Kamera ist schon wichtig. Wenn ich mit meinem iPad 3 in der U Bahn fahre und eine Jugendgang will mich ausrauben, kann ich endlich ihre Gesichter fotografieren. Und dank Sprachsteuerung brauch ich nur mehr laut ” mach Foto” schreien. Wirklich genial.
IPad 3 gratis zu haben.
Aber das genialste ist, dass ich mein iPad 3 gratis bekomme. Ja, ist kein Joke.
Ich habe schon Anbieter gefunden, welche mir das Teil schenken wollen. Naja, fast schenken. Ich muss nur einen Vertag für 24 Monate unterschreiben. Das kostet mich zwar jedes Monat 40 Euro, aber für was gehe ich denn arbeiten? Nun gut, kostet mich schon mein iPhone 4 etwa 30 Euro im Monat. Aber dafür habe ich dann die Taschen voller Äpfel. Wenn ich mir ausrechne, dass mir das iPad 3 dann insgesamt 960 Euro kostet, ist das ok.
Achja, habt ihr schon mal probiert so ein Ding länger als 15 Minuten zu halten?
Da sich das Gewicht ja gegenüber dem Vorgänger deutlich erhöht hat, bekommt man gleich das Fitness Studio gratis mitgeliefert. Also nicht wundern, wenn die ganzen Yuppies mit ihrem IPad 3 gratis Fitnessübungen im Büro machen. Apple denkt eben an alles.
Hallo,
Ich bin 40 Jahre jung und komme aus dem schönen Wien.
Hirntod versteht sich als Satireblog, welchen man nicht allzu ernst nehmen sollte.
Die hier geposteten Meldungen sind fiktiv und sollen lediglich eurer Unterhaltung dienen.
Also, nehmt nicht alles so ernst, sondern versucht die Welt mit einem Lächeln zu verbessern. 



