Dr. Karl Lueger Ring ade
Dr. Karl Lueger Ring ade
Der Dr. Karl Lueger Ring, Teil der Wiener Ringstrasse, wird im kommenden Herbst zum Universitätsring unbenannt. Das wird der Gemeinderatsausschuss noch vor dem Sommer festlegen. So weit, so schlecht.
Ein Stück Wiener Geschichte.
Dr. Karl Lueger war von 1897 bis 1910 Bürgermeister von Wien. Unter seine Amtszeit fielen zahlreiche Großprojekte wie z.B. die II Wiener Hochquellenwasserleitung, die Straßenbahn, das Versorgungsheim Lainz sowie die Kommunalisierung der Elektrizitäts- und Gasversorgung.
Also eigentlich verdanken wir Dr. Karl Lueger doch einiges. Warum dann dieser sinnlose und respektlose Wechsel des Straßennamens?
Dr. Karl Lueger und der Antisemitismus
Dr. Karl Lueger war ein hervoragénder Rhetoriker. Er spielte die verschiedenen Zuwandergruppen geschickt gegeneinander aus. Und sein Hauptziel waren damals die Juden.
Und eben diese Tatsache wird ihm heute zum Verhängniss. Keine Frage, seine Haltung diesbezüglich ist zu hinterfragen. Aber ob das alleine ausreicht um einen Teil der Ringstrasse, welcher über Generationen der Namen Dr. Karl Lueger Ring getragen hat, umzubenennen, sei dahingestellt.
Warum jetzt?
Die Forderung nach einer Unbenennung besteht schon seit vielen Jahren. Natürlich von den Grünen. Da sie jetzt auch in der Stadtregierung ihr Unwesen treiben dürfen, ist eine Umbenennung fast logisch gewesen. Aber für mich wird hier mit zweierlei Maß gemessen. Die linke Szene in Wien hat vor gar nicht allzu langer Zeit eine Che Guevara Büste in Wien aufgestellt. Dieser war sicherlich kein Antisemit, sondern nur ein Folterknecht und Massenmörder. Es werden von ca. 400 von ihm angeordneten Erschießungen berichtet. Das ist also Grund genug für die Errichtung einer Büste in Wien. Pfui Teufel.
Die Tatsache, dass Dr. Karl Lueger sehr viel für diese Stadt geleistet hat, wird jetzt gerne in den Hintergrund gestellt. Wie so oft in Österreich müssen wir permanente Vergangenheitsbewältigung betreiben. Es bestreitet ja kein vernünftiger Mensch, dass grausame und undenkbare Sachen in diesem Land passiert sind. Aber sollten wir nicht aus der Geschichte lernen? Wenn wir jeden Straßenzug aus diesem Grund unbennen, hätten wir ja eine fast völlig veränderte Stadt. Außerdem verbinden die meisten Menschen mit dem Namen Lueger das Positive, welches er für die Stadt getan hat.
Peinlichkeiten gibt es genug
Lueger war nicht der einzige Politiker mit sprachlichen Entgleisungen. Diese ziehen sich über Jahre hinweg durch alle Parteien.
Hier nur ein paar Beispiele:
“Da halte ich mich an Goebbels, der gesagt hat: Das Volk muss fühlen, wer das Sagen hat.” (Der Kärntner SPÖ-Landtagsabgeordnete Gebhard Arbeiter 1999. „Entgleisungen quer durch die Parteien“, Salzburger Nachrichten, 22. September 2001).
“Sieg Heil!” (Zwischenruf des SPÖ Nationalrats-Abgeordneten Rudolf Edlinger nach einer Rede der FPÖ-Abgeordneten Helene Partik-Pablé laut Protokoll.Laut Edlinger habe er “Jetzt fehlt nur noch Sieg Heil!“ gerufen.Salzburger Nachrichten, 17. April 2002).
“Die Juden wollen halt rasch reich werden.” (ÖVP-Bundeskanzler Leopold Figl im Zusammenhang mit Entschädigungsforderungen. Zitiert nach: Ebenda)
“Nazi? Neu, attraktiv, zielstrebig und ideenreich. Es hat mit der Vergangenheit nichts zu tun.”(FPÖ-Politiker Reinhard Gaugg auf die Frage, was ihm das Wort Nazi sage. Kärntner Tageszeitung, 11. September 1993)
Aber das ist ja nicht genug
Die Grünen begnügen sich natürlich nicht mit einer Umbenennung. Nein, sie wollen gleich das Dr. Karl Lueger Denkmal am Stubentor umändern. Man stelle sich vor: Da hat es tatsächlich einen Wettbewerb für eine Umgestaltung des Denkmals gegeben. Wie langweilig muss den Grünen sein, um sich sowas auszudenken?
Soll es eine gravierende Änderung des Denkmals sein? Nein, der Sieger des Wettbewerbs sieht eine Kippung des Denkmals um 3,5 Grad nach rechts!! vor. Warum eigentlich nicht nach links, das würde besser zu den Ideenspendern passen. Manche sind sich ja für nichts mehr zu schade. Es ist aber sehr interessant, wofür unser!! Geld ausgegeben wird. Autofahren wird in Wien bald nicht mehr leistbar sein, aber dafür drehen wir an Denkmälern herum. Danke Grüne!!
Die Kirche im Dorf lassen
Die Umbenennung von Dr. Karl Lueger Ring in Universtitätsring ist meiner Meinung nach völlig überzogen. Unsere Stadt hat derzeit wirklich andere Sorgen und Probleme. Die Stadtregierung wäre gut daran die Sorgen ihre Bürger zu hören und nicht die Geister aus der Vergangenheit zu beschwören. Diese sollte man ruhen lassen. Sie haben es sich verdient.
Hallo,
Ich bin 40 Jahre jung und komme aus dem schönen Wien.
Hirntod versteht sich als Satireblog, welchen man nicht allzu ernst nehmen sollte.
Die hier geposteten Meldungen sind fiktiv und sollen lediglich eurer Unterhaltung dienen.
Also, nehmt nicht alles so ernst, sondern versucht die Welt mit einem Lächeln zu verbessern. 



